Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen

Vorstellung des Friedensgutachtens 2026 mit Christopher Daase

Die imperialistische Großmacht­politik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicher­heit. Staaten agieren zunehmend wie War­lords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Über­gänge von Gewalt­konflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittel­mächte wie die Golf­staaten treten mit neuem Selbst­bewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und techno­logische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die inter­nationale Kooperation in der Friedens­sicherung – etwa in der Entwicklungs­zusammen­arbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innen­politisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedens­gutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

Das Friedens­gutachten ist das gemeinsame Gut­achten der deutschen Friedens­forschungs­institute (BICC / IFSH / INEF / PRIF) und erscheint seit 1987. Wissenschaftler­innen und Wissen­schaftler aus verschiedenen Fach­gebieten untersuchen darin inter­nationale Konflikte aus einer friedens­strategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik.

Das Forschungszentrum Normative Ordnungen lädt alle Interessierten zur Vorstellung des diesjährigen Friedens­gutachtens mit Co-Herausgeber Christopher Daase ein. Er ist Professor für Inter­nationale Organisationen der Goethe-Universität, Mit­glied des Forschungs­zentrums Normative Ordnungen und stell­vertretendes geschäfts­führendes Vorstands­mitglied des PRIF.

Wann: 24. September 2026, 13:00–14:00 Uhr
Wo: Gebäude „Normative Ordnungen“, Lounge 5.OG, Max-Horkheimer-Str. 2 , 60323 Frankfurt/M.

Um Anmeldung an office(at)normativeorders.net wird gebeten.