Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.
Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute (BICC / IFSH / INEF / PRIF) und erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten untersuchen darin internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik.
Das Forschungszentrum Normative Ordnungen lädt alle Interessierten zur Vorstellung des diesjährigen Friedensgutachtens mit Co-Herausgeber Christopher Daase ein. Er ist Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität, Mitglied des Forschungszentrums Normative Ordnungen und stellvertretendes geschäftsführendes Vorstandsmitglied des PRIF.
Wann: 24. September 2026, 13:00–14:00 Uhr
Wo: Gebäude „Normative Ordnungen“, Lounge 5.OG, Max-Horkheimer-Str. 2 , 60323 Frankfurt/M.
Um Anmeldung an office(at)normativeorders.net wird gebeten.