Krisen prägen derzeit die nationale und globale Lage: Klima-, Biodiversitäts-, Energie- und Glaubwürdigkeitskrise. Sie richten großen Schaden an – auch in der Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft. Aus der Ökologie wissen wir, dass Krisen zu neuen Gleichgewichten führen können, die besser oder schlechter ausfallen als der Ausgangszustand. Unser Ernährungssystem ist von Krisen betroffen, an ihnen beteiligt und kann zu ihrer Bewältigung beitragen. Dennoch betrachten wir es selten aus der Perspektive der Krise. Zugleich wächst der Wunsch, das Ernährungssystem krisenfest zu machen; Forschungsprogramme fordern daher Beiträge zur Resilienz.
Das diesjährige Strategische Forum soll Orientierung geben: Was verstehen wir unter „Krise“? Warum und wann sollten wir vorsorgen? Unter welchen Umständen und auf welchen Ebenen ist das Ernährungssystem betroffen? Wie können wir die Bewältigung von Krisen vorbereiten? Welchen Beitrag leistet die Landwirtschaft? Wer koordiniert diese Prozesse? Und was bedeutet all dies für die Forschung – und für die Forschenden selbst? Den Auftakt macht am Montag, den 2. November, um 13:35 Uhr Stefan Kroll, Abteilungsleiter für Wissenschaftskommunikation am PRIF: In seinem Beitrag geht er darauf ein, was Krisen kennzeichnet und wie es gelingen kann, aus ihnen zu lernen.
Programm-Komitee:
Prof. Dr. Gunter Backes, Universität Kassel; Prof. Dr. Stefan Böttinger, Universität Hohenheim; Prof. Dr. Birgit Kleinschmit, Thünen-Institut; Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Hochschule Osnabrück; Prof. Dr. Dr. Eva Zeiler, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Ziele der Veranstaltung (Ausgangspunkte für die Leitfragen zu den Diskussionsrunden):
Übersicht zu aktuellen und zu erwartenden Auswirkungen von Krisen auf die Landwirtschaft und den Lebensmittelsektor
Formulierung von offenen Forschungsfragen, die zu einer besseren Bewältigung von Krisen in der Landwirtschaft beitragen
Wann: 2.-3. November 2026
Wo: Scandic Hotel Potsdamer Platz, Gabriele-Tergit-Promenade 19, 10963 Berlin
Das volle Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite der Deutschen Agrarforschungsallianz.