Digitale Opposition

Die Bedeutung digitaler Kommuni­kation für moderne Gesell­schaften lässt sich kaum über­­schätzen. In den vergangenen zwei Dekaden hat die Revolution in der Informations- und Kommunikations­technologie und die globale Ausbreitung des Internets dazu geführt, dass die digitale Sphäre als technische Infrastruktur sowie als gesellschaftlicher Kommunikations­raum ein zentrales inter- und trans­nationales Politikfeld geworden ist. Wie umkämpft dieses ist, zeigt sich etwa in sicherheits­politisch begründeten Interventionen, die stark freiheits­einschränkende Wirkungen haben.

Nicht-staatliche Akteure haben in der Internet Governance wie in den gesellschaftlichen Kämpfen um die digitale Ordnung in vielerlei Hinsicht eine hervorgehobene Bedeutung: So sind zivil­­gesellschaftliche Foren und privat­wirtschaft­liche Akteure, die die Infrastruktur des Netzes besitzen oder die zentrale Dienste entwickeln, in Fragen der Regulierung des Zugangs zum Netz oder der Ausgestaltung von dessen Öffentlichkeit(en) nicht weg­zudenken. Aber auch die als Schließung empfundene Weiter­entwicklung des Netzes wird durch nicht-staatliche Akteure problematisiert etwa in Blick auf Über­wachung. Von WikiLeaks über Edward Snowden, Hacker oder die netz­politische Zivil­gesellschaft reicht die Bandbreite von Akteuren, die oftmals über große öffentliche Zustimmung verfügen, aber am Rande oder jenseits der Legalität operieren. Das Projekt "Digitale Opposition" untersucht, wie nicht-staatliche Akteure unsere Vor­stellungen vom digitalen Raum prägen und wie sie sich in der Etablierung sozialer, rechtlicher und technischer Normen einbringen bzw. in diese einbezogen werden.

Projektleitung:
  • Thiel, Thorsten
1
Anonymity and its Prospects in the Digital World | 2017

Thiel, Thorsten (2017): Anonymity and its Prospects in the Digital World, PRIF Working Papers No. 38, Frankfurt/M.

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2
The Original Battle Trolls: How States Represent the Internet as a Violent Place | 2015

Ben Kamis/Thorsten Thiel, The Original Battle Trolls: How States Represent the Internet as a Violent Place, PRIF Working Paper No. 23, Frankfurt/M., 2015.

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