Bureaucratic Power Europe

PRIF Working Paper von Matthias Dembinski über den Effekt europäischer Bürokratien

Kleine EU-Flagge auf einem Pult im vollen EU-Parlament

CC-BY-4.0: © European Union 2019 – Source: EP

Im Gegensatz zu ähnlich großen Staaten zeichnet sich der globale Akteur EU durch ein ausgeprägt regel­orientiertes Verhalten und eine starke Abneigung gegen Erzwing­ungs­macht, auch durch den Einsatz militär­ischer Instrumente, aus. Bei Entschei­dungen in ihrer Außen- und Sicherheits­politik herrscht das Konsens­prinzip.

In der Forschung wird häufig über die Gründe für diese auffällige Verhalten gestritten. Anknüpfend an diese Diskurse erörtert Matthias Dembinski im neuen PRIF Working Paper No. 63, dass das äußere Verhalten der EU ihren inneren institu­tionellen Strukturen geschuldet ist. Um ihre Handlungs­defizite abzu­schwächen, hat die EU seit Maastricht 1992 in immer stärkerem Maße Kompe­tenzen an inter­nationale Bürokratien wie den Euro­päischen Auswärtigen Dienst delegiert, was wiederum das Verhalten der EU als globaler Akteur prägt. Dembinski setzt sich mit der Büro­kratisierung der EU Außen­politik aus­einander und zeigt anhand einer Fallstudie zur Ukraine­politik der EU den Charakter der EU als büro­kratische Macht.

Download (PDF): Dembinski, Matthias (2024): Bureaucratic Power Europe, PRIF Working Papers No. 63, Frankfurt/M.