PRIF Studien

Die „Studien des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konflikt­forschung“ erschei­nen seit 1979 (ab 2017 bei Springer VS ). Die Bei­träge der Reihe präsen­tieren, neben grund­legen­den Forschungs­ergeb­nissen unserer Wissen­schaftler*innen, Bei­träge zum friedens- und sicherheits­politischen Diskurs oder erschei­nen als Begleit­­publika­tionen zu den wissen­schaftlichen Tagungen des Instituts. Die Studien unter­liegen einem externen Gutachter­­verfahren.

Nichtstaatliche Gewaltakteure und das Humanitäre Völkerrecht


| 2015
Herr, Stefanie (2015): Nichtstaatliche Gewaltakteure und das Humanitäre Völkerrecht. SPLM/A und LTTE im Vergleich, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, 29 .
ISBN: 978-3-8487-2212-9

In innerstaatlichen Konflikten sind Zivilisten zwar prinzipiell durch Bestimmungen des humanitären Völkerrechts geschützt. In der Praxis ist ein solcher Schutz aber nur unzureichend gewährleistet – gerade auch, weil zunehmend nichtstaatliche Akteure am Konfliktgeschehen teilnehmen. Wie aber nichtstaatliche Gewaltakteure von der Notwendigkeit überzeugt werden können, humanitäre Standards einzuhalten, war lange Zeit unklar.

Anhand von zwei detaillierten Fallstudien, der LTTE in Sri Lanka und der SPLM/A im Südsudan, zeigt diese Studie, dass bewaffnete Akteure dann bereit sind, sich zu humanitären Normen (wie dem Verbot von Landminen) zu bekennen, wenn sie sich davon Anerkennung durch die transnationale Gemeinschaft versprechen. Diese Ergebnisse widersprechen der weit verbreiteten Annahme, nur eine Kriminalisierung nichtstaatlicher Gewaltakteure helfe im Umgang mit diesen. Die Studie stützt sich dabei auf 58 Experteninterviews, die u.a. vor Ort mit ehemaligen Rebellen durchgeführt wurden.

Sicherheitssektorreform und Gender in der Türkei


| 2014
Reckhaus, Stephanie (2014): Sicherheitssektorreform und Gender in der Türkei. Perspektiven lokaler Frauenorganisationen, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .

Corporate Social Responsibility zwischen globaler Diffusion und Lokalisierung


| 2014
Coni-Zimmer, Melanie (2014): Corporate Social Responsibility zwischen globaler Diffusion und Lokalisierung. Britische und chinesische Ölindustrie im Vergleich, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, 25, Baden-Baden : Nomos .
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Die Kooperation des Hegemons USA mit Saudi-Arabien und Pakistan


| 2014
Wurm, Iris (2014): Die Kooperation des Hegemons USA mit Saudi-Arabien und Pakistan. Fremde oder Freunde?, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Nr. 22 .

Das Konzept des friedlichen Machtübergangs


| 2014
Rauch, Carsten (2014): Das Konzept des friedlichen Machtübergangs. Die Machtübergangstheorie und der weltpolitische Aufstieg Indiens, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .

Machtübergänge im internationalen System verlaufen – entgegen der weitverbreiteten Ansicht - nicht zwangsläufig unfriedlich. Eine systematische Behandlung des Konzepts des friedlichen Machtübergangs steht bisher jedoch noch aus, insbesondere im Rahmen der power transition theory (PTT) – der Machtübergangstheorie. Carsten Rauch zeigt, dass die Idee des friedlichen Machtübergangs im Zentrum der Theorie stehen sollte. Zu diesem Zweck re-konzeptionalisiert er die PTT und ihre zentralen Variablen (Macht, Macht-wille, Zufriedenheit) und stellt die Theorie vom Kopf auf die Füße. Anhand dieser verfeinerten PTT bewertet er den us-indischen „Atomdeal“ als prinzipiell angemessenes Instrument des Machtübergangsmanagements.

Islamisten im Wandel


| 2014
El Ouazghari, Karima (2014): Islamisten im Wandel. Die Islamic Action Front in Jordanien und die An-Nahdha in Tunesien in sich verändernden Kontexten, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .

Wie verändern sich islamistische Bewegungen? Welche Bereiche ihrer islamischen Frames (Rolle von Religion, Gewalt, Demokratie, Gender, Shari'a) wandelten sich mit den Opportunitätsstrukturen und welche Bereiche blieben konstant? Um diese zentralen Fragen zu beantworten, analysiert Karima El Ouazghari zwei islamistische Bewegungen aus vergleichender Perspektive: Die Islamic Action Front in Jordanien (1989-2010) sowie die An-Nahdha in Tunesien (1981-2011). Die Studie zeigt unter anderem den hochkomplexen Zusammenhang zwischen staatlicher Repression und dem Gewaltverhalten islamistischer Bewegungen. Sie reagierten auf staatliche Repression nur dann gewalttätig, wenn bestimmte Bedingungen gegeben waren.

Vergangenheitsbewältigung in Ruanda, Kambodscha und Guatemala


| 2014
Auer, Kira (2014): Vergangenheitsbewältigung in Ruanda, Kambodscha und Guatemala. Die Implementierung normativer Ansprüche, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Nr. 24 .

Externe Demokratieförderung in muslimisch geprägten Ländern


| 2013
Karakas, Cemal (2013): Externe Demokratieförderung in muslimisch geprägten Ländern. Die USA, Deutschland und das Erstarken des politischen Islam in der Türkei, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, 21 .
ISBN: 978-3-8487-0456-9

Externe Demokratieförderung ist oft mit komplexen Zielkonflikten konfrontiert. Aus dem komparativen Umgang der USA und Deutschlands mit islamischen Regierungsparteien in der Türkei können wichtige Implikationen für westliche Demokratieförderer gegenüber muslimischen Ländern abgeleitet werden - dies ist im Zuge des "Arabischen Frühlings" von größter Relevanz.

Smarte Finanzsanktionen der EU


| 2013
Ganguli, Indranil (2013): Smarte Finanzsanktionen der EU. Eine politikwissenschaftliche und bankpraktische Effektivitätsanalyse ausgewählter Maßnahmen, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, 23 .
ISBN: 978-3-8487-0532-0

Dänemarks und Norwegens Kriegsentscheidungen nach 1989.


| 2012
Braun, Lukas (2012): Dänemarks und Norwegens Kriegsentscheidungen nach 1989.. Der Demokratische Frieden zwischen nordischer Moral und Marginalisierungsängsten, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .