PRIF Studies

The “Studien des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konflikt­forschung” series has been published since 1979 (since2017 by Springer VS ). The series publishes fundamental research findings from the Institute, contributions to the peace and security discourse, and publications connected to PRIF’s scholarly conferences. The studies are subject to an external review process.

Abrüstung in der Sowjetunion


| 1985
Tiedtke, Jutta (1985): Abrüstung in der Sowjetunion. Wirtschaftliche Bedingungen und soziale Folgen der Truppenreduzierung von 1960, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-33552-2
Die Zukunft Europas hängt entscheidend davon ab, inwieweit es gelingt, zu einer tatsächlichen Abrüstung zu kommen. Umstritten ist jedoch, ob die Sowjetunion zu einer substantiellen Abrüstung bereit und in der Lage ist. Die vorliegende Studie beschränkt sich nicht auf eine theoretische Diskussion, sondern geht dieser Frage anhand eines konkreten historischen Beispiels nach. Zu Beginn der 60er Jahre wurde unter Chrustschow eines der umfangreichsten Rüstungsreduzierungsprogramme eingeleitet, in dessen Verlauf die Sowjetarmee um ein Drittel ihres Bestandes reduziert und der konventionelle Rüstungssektor erheblich beschnitten wurde. Untersucht werden die Ursachen und Motive, die diesem Einschnitt im Militärapparat zugrunde lagen, die außenpolitischen Rahmenbedingungen, die die Truppenreduzierung ermöglichten und die innenpolitischen Schwierigkeiten, die diese Maßnahme hervorrief. Die Ergebnisse der Analyse lassen eine empirisch fundierte Beantwortung der Frage zu, ob und inwieweit Abrüstung im sowjetischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ohne nennenswerte innerbürokratische Widerstände und größere soziale Konflikte durchführbar ist.

Atomwaffenfreie Zonen und Vertrauensbildung in Europa


| 1985
Meyer, Berthold (1985): Atomwaffenfreie Zonen und Vertrauensbildung in Europa, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-33539-5
Die Studie fragt nach Alternativen zu den nuklearen Zwängen der westlichen Sicherheitspolitik. Sie untersucht verschiedene Vorschläge und Modelle zur Schaffung atomwaffenfreier Zonen in Europa vor allem unter der Perspektive, inwieweit dadurch zur substantiellen Vertrauensbildung zwischen West und Ost beigetragen werden kann. Darüber hinaus werden die Konsequenzen einer regionalen Beseitigung von Atomwaffen für die derzeitige NATO-Strategie analysiert. Ergebnis: Auch bei regionalem Verzicht auf Atomwaffen bleibt für den Angreifer ein unkalkulierbares Risiko; eine atomwaffenfreie Zone ist geeignet, die Schwelle zur atomaren Eskalation anzuheben. Der Zusammenhalt der NATO ist nicht an die Präsenz nuklearer Gefechtsfeldwaffen in Mitteleuropa gebunden.

Kinder und Krieg


| 1984
Büttner, Christian (1984): Kinder und Krieg. Zum pädagogischen Umgang mit Haß und Feindseligkeit, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-33322-8
In diesem Buch wird zum ersten Mal umfassend auf die unterschiedlichen Äußerungsformen und Spiele von Kindern zum Thema Krieg eingegangen. Der Autor will solche für Kinder interessante Themen aus ihrer Lebensgeschichte heraus verstehbar machen, indem er auf die markanten Punkte der Verletzungen der Kinder durch ihre Umwelt, also auf den "Krieg der Erwachsenen gegen die Kinder" eingeht. Ihm geht es dabei nicht um allgemeine Theorien etwa zur Entstehung von Aggressionen, sondern um die konkrete Vorlage für die Szenarien, die Kinder in ihren Kriegsspielen verwenden. In der Analyse zahlreicher pädagogischer Situationen aus Kindergarten und Schule werden Handlungsperspektiven deutlich gemacht, die die Verschränkung der Aktionen von Kindern mit den Absichten der Pädagogen aufzeigen und den "Krieg" der Kinder nicht als "Angriff", sondern als Ausdruck von Angst und nach innen gekehrter erfahrener Feindseligkeit verstehen lassen.

Gleichgewicht oder Überlegenheit


| 1983
Kubbig, Bernd W. (1983): Gleichgewicht oder Überlegenheit. Amerikanische Rüstungskontrollpolitik und das Scheitern von SALT II, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-33300-7
Die Geschichte des Scheiterns von SALT II ist die Geschichte des Erstarkens des konservativen Sicherheitsestablishments in den USA in einer Phase der Neuorientierung amerikanischer Innen- und Außenpolitik nach Vietnam. Für die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, Eliten und politischen Entscheidungsträger stellte sich die Frage, wie auf die militärisch gleichrangige Sowjetunion und die Erosion des weltweiten US-Einflusses zu reagieren sei: Sollten sich die Vereinigten Staaten der neuen Situation anpassen oder sollten sie versuchen, durch eine Restauration vor allem militärischer Macht zu einer unbestrittenen Hegemonialstellung zurückzukehren? Die Studie versucht vor dem Hintergrund der aufgezeigten Kräftekonstellationen auch die Frage zu beantworten, welche Chancen Rüstungskontrolle und Entspannung in der Zukunft haben.

Der Bürger und seine Sicherheit


| 1983
Meyer, Berthold (1983): Der Bürger und seine Sicherheit. Zum Verhältnis von Sicherheitsstreben und Sicherheitspolitik, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32912-3
Hängt Kriegsfurcht vom Erleben wirtschaftlicher Sicherheit ab? Welchen Einfluß hat die deutsche Teilung auf die Bedrohungsängste gegenüber der Sowjetunion? Fühlen sich die Bundesbürger in der NATO sicher oder wollen sie lieber neutral sein? Dienen die sicherheitspolitischen Vorstellungen der Parteien in der Bundesrepublik Deutschland der Stimmungsmache zum Stimmenfang oder dem Vollzug des Volkswillens? Ist Sicherheit ein sinkender Wert für die "postmaterialistische Generation?" Worin unterscheidet sich der sicherheitsorientierte Bürger vom Pazifisten? Die Entwicklung des westdeutschen Meinungsspektrums zu diesen Fragen von 1949 bis zum Ende der sozialliberalen Koalition 1982 wird in diesem Band analysiert und dokumentiert.

Militär und Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland


| 1983
Jopp, Mathias (1983): Militär und Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Das Beispiel der Bildungsreform in der Bundeswehr, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32912-3
Die 1971 initiierte Bildungsreform in der Bundeswehr kann als eines der spektakulärsten Reformprojekte der deutschen Militärgeschichte betrachtet werden und auch als ein Musterbeispiel sozialdemokratischer Bildungspolitik. In dieser Studie werden Entstehungshintergrund, Programmatik und Ergebnis der Reform analysiert. Dabei wird deutlich, daß das Schicksal der militärischen Bildungsreform weit mehr als das der zivilen auf eine Reduktion emanzipatorischer Bildungsideale hinausläuft. Während technokratische Reformbedürfnisse größtenteils befriedigt werden, wird das bildungspolitische Konzept einer Demokratisierung des Militärs sukzessive ausgehöhlt. Eine technokratisch verkürzte zivile Bildungsreform im Militär, zumal mehr und mehr unter militärische Imperative gestellt, kann jedoch nicht folgenlos für das Verhältnis von Militär und Gesellschaft und vor allen Dingen auch für die Sicherheits- und Friedenspolitik der Bundesrepublik bleiben.

Der Rüstungswettlauf in Europa


| 1982
Krell, Gert; Schmidt, Hans-Joachim (1982): Der Rüstungswettlauf in Europa. Mittelstreckensysteme, konventionelle Waffen, Rüstungskontrolle, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-33034-2
Der Band gibt eine detaillierte Übersicht über die Entwicklung der Mittelstreckenproblematik und der konventionellen Rüstung der NATO und der Warschauer Vertragsorganisation in den siebziger Jahren. Die Autoren stellen die Wechselwirkung der jeweiligen Nach- und Vorrüstungen bei den verschiedenen Waffensystemen im einzelnen dar und analysieren Probleme des militärischen Kräftevergleichs. Sie zeigen die wechselseitigen Bedrohtheitsvorstellungen, analysieren und kritisieren die Abschreckungs- und Kriegführungsstrategien beider Seiten und bieten Perspektiven für die Rüstungskontrolle und für die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik.

Europa zwischen Konfrontation und Kooperation


| 1982
Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (1982): Europa zwischen Konfrontation und Kooperation. Entspannungspolitik für die achtziger Jahre, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-33001-6

Diese ausführliche Bestandsaufnahme der militärischen, wirtschaftlichen und menschlichen Ost-West-Beziehungen zu Beginn der achtziger Jahre gliedert sich in fünf Kapitel: Modelle der Entspannung, Perspektiven der Rüstungskontrolle, Ost-West-Wirtschaftsbeziehungen, Menschenrechte und Strategien für die achtziger Jahre. Die Ursachen für die Krise der Entspannungspolitik nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan, dem "Nachrüstungsbeschluß" der NATO und der Entwicklung in Polen werden untersucht, eine europäische Friedensordnung entwickelt (Vorschläge für ein SALT III-Abkommen, militärische Vertrauensbildung, Energiekooperation und Ausweitung persönlicher Kontakte).

United States Interests and Western Europe


| 1981
Czempiel, Ernst-Otto; Krell, Gert; Müller, Harald; Rode, Reinhard (1981): United States Interests and Western Europe. Arms Control, Energy and Trade, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32914-X
This book focuses on domestic factors of U.S. foreign policy, and can thus provide explanation why the United States, in spite of all transatlantic rhetoric, have repeatedly taken decisions which neglect important interests of the Allies. The book contains contributions from American and European scholars about SALT II, Euro-American differences of interest in questions of defense and security, about US energy policy and its effects on Europe, about US trade policy and about the position of american multinational corporations.

Amerikanische Handelspolitik gegenüber Westeuropa


| 1980
Rode, Reinhard (1980): Amerikanische Handelspolitik gegenüber Westeuropa. Von der Handelsreform bis zur Tokio-Runde, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32499-7
Gegenstand der Studie ist das handelspolitische Entscheidungssystem der USA. Sie zeigt am Beispiel des Trade Act von 1974 und der Tokio-Runde des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) auf, wie die USA die internen Protektionsforderungen durch Zugeständnisse der Europäischen Gemeinschaften einzudämmen versuchen.